Mein Leben ist ein Film!
Genre: ActionDramaHorror-Komödie…

Eine Aufzeichnung all der Erfahrungen, die ich seit 1996 in den Medien mache, muss sich am anderen Ende des Universums irgendjemand schlapplachend in einer Art Dimensionskino reinziehen…
alles andere wäre verschenkt!
Ich verfilmte eine jugendliche Sturm und Drang-Weile brisante Themen wie:
Rent-a-Schlagerstar, Barbie & Ken trennen sich, Phantomurlauber im heimischen Keller und machte mich auf die Suche nach dem besten Brot-Witz aller Zeiten… Kein Witz!

Ich lernte, wie man ohne Zeit, aus dem Nichts Alles schafft. Filme, die aussahen, als hätte man Geld gehabt!
Ich wurde der McGuyver für Comedy-Produktionen:
Sketche ohne Darsteller oder Requisiten? Erklärfilme ohne Erklärsachen? Da wird aus einer Redaktionstoilette das Gen-Labor (beides hat Kacheln!) und das gesamte Filmteam ist vor und hinter der Kamera…
Gut, das es Fernbedienungen gibt!
Bis zum Doku-Wahn. Fortan war ich unterwegs mit Streeworkern und Austauschschülerinnen in den USA.
Ich fand in Reportagen heraus, was eigentlich im Hirn passiert, wenn man verliebt ist, aber auch, was das Gehirn Zwangsneurotikern vorgaukelt und in welcher Hölle sie leben. Ich fand menschlich heraus, dass man manche Leute vor uns Fernsehfuzzies oder manchmal auch vor sich selbst schützen muss.
Ich konnte Zuhörer sein, wo alle weghörten und bekam Dank und warme Gefühle, woanders bekam ich Morddrohungen. Und das nicht von der Rockergang, mit der ich eine Woche infiltriert in ihrem Mikrokosmos leben durfte, sondern von einem Mutter/Tochter-Gespann, das sich im Laufe der Reportage als verbrecherisches Schizo-Duo entpuppte.
Besonders schlecht, wenn man zusammen auf einer Insel und für die beiden verantwortlich ist…

Musikvideos, Trailer, Image- oder Moodfilme, Synchronisationsarbeiten & öffentlich-rechtliches Fernsehen gestalten sich da etwas anders. Kaum Morddrohungen & planbare Budgets machen die Arbeit einfacher… Fast! Denn auch die Abenteuer, die es hier zu bestehen gilt, sind anthropologisch ähnlich spannend, wie eine Expedition nach Papua Neu Guinea, nur ohne Dschungel…

Mein alltäglicher Wahnsinn, den man gemeinhin als „Beruf“ bezeichnet, ist eine Mischung aus
Anthropologe, Löwenbändiger, Detektiv, Sozialarbeiter, Zirkusclown, Seelsorger, Animateur,  Freakshow-Ensemblemitglied, Handwerker, Künstler, Telefonist, Kindergärtner, Visionär und vor allem

Geschichtenerzähler…

Phantasie & Improvisationstalent – das sind die beiden tollsten Dinge, die mir das Leben in die wackelige Wiege gelegt hat.
Während meiner langen Laufbahn als Geschichtenerzähler in Worten und Bildern, kitzelten zigtausende Herausforderungen diese wertvollen Attribute solange, bis ich aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Seither schmunzele ich, wo andere toben. Seither vergnüge ich mich, wo andere schuften…

Denn Hand aufs Herz: Filmarbeit ist ein Privileg, Filmarbeit heißt, gemeinsam etwas hübsches zu erschaffen, was vorher nicht da war und das ist doch schön…!

Eine kleine Lebens-Bilanz:

Eine gemischte Tüte Menschenkenntnis: Ich arbeitete mit ca. 23 436 Menschen!

Ein durchschnittlicher Tag in den „Volontärsjahren“:
Morgens Reportage mit Strassenkehrer Beppo, Abends Empfang auf Schloss Hugenpoeth bei Sir Andrew Lloyd Webber…

Einspielergebnis: Ein Vermögen Einfühlungsvermögen…
Was Empathie angeht, könnte man sagen, bin ich wohlhabend…
Aufwärmzeiten im kalten Wasser sind bei mir recht kurz!

Das sage ich also selbst über mich, die Welt würde über meine Tätigkeiten sagen:
Regisseur, Redakteur, Kameramann, Cutter, Filmemacher, Autor, Sprecher, Darsteller, Realisator, Knallkopp!